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Claudis Corner | Nur die Harten haben ´nen Garten

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Die grüne Hölle - weiß zufällig jemand, was das für eine Pflanze ist?
28 Jul
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Claudis Corner | Nur die Harten haben ´nen Garten

Jul 28, 2016 0 475

Ich sage euch, da muss ich doch den viel zitierten Ausspruch tatsächlich mal für mich gebrauchen. Echt mal, wer zart besaitet ist, sollte sich das Projekt „Garten“ besser nicht aufhalsen.

Mein Garten ist schön, denn er ist MEIN Garten. Gleichzeitig muss ich aber feststellen, dass mein Garten DIE GRÜNE HÖLLE ist. So nenne ich ihn insgeheim.

Ihr wollt wissen, warum?

Verrate ich euch!

Kleiner Blick zurück: Als Limmerstraße-Balkonkasten-Gärtnerin träumte ich von einem Stück Land, von der eigenen Parzelle. Von wunderbarerer Blütenpracht und dem selbst geernteten und eingemachten Obst und Gemüse. Bienchen, Blümchen, Heiterkeit. – Soweit der Traum.

Realitätscheck: Alles ist grün. Überall Giersch! Überall Maiglöckchen! Eigene Zuchtversuche scheitern! Der einzige Obstbaum ist tot. Die Schnecken fressen die kleinen Zucchinis auf. Von den ganzen Erdbeeren habe ich nur eine selbst essen können, da alle anderen von den Gartenvögeln weg gefuttert wurden. Die Nachbartanne spamt mein (ehemaliges) Zwiebelbeet mit Tannennadeln und Zweigen voll, und es wuchert hier eine Pflanze, die ich bisher nicht identifizieren konnte.

Was gibt es noch?

Schwarze Johanninsbeere? Ja, eine einzelne Beere habe ich schließlich abgekriegt und sagte ich bereits, dass bei mir viel Giersch wächst? Und Efeu? Und Ahorn? Ich fühle mich immer an diese Urwald-Szene aus Homo faber erinnert: „[…] überall diese Fortpflanzerei […]“. Es vermehrt sich aber nur das, was nicht erwünscht ist. :-(

Versteht mich nicht falsch, ich finde es ischon schön, dass es so grün ist – ich muss aber feststellen, dass ich selbst in Gartendingen voll der Kontrollfreak bin. Es macht mich so wütend, dass diese Natur einfach macht, was sie will. Und dann stehe ich da, gucke ins Beet und fühle mich ganz aufgeschmissen. Es ist jetzt auch nicht hilfreich, dass ich mich nicht dazu durchringen kann Insekten zu töten, nur weil sie da sind. Nichts liegt mir ferner. (Die Ameisen in der Küche habe ich auch nicht gleich samt Nest vergiften können – die armen Dinger. Sie sind dann irgendwann aber weggeblieben, weil ich eine Barriere aus Backpulver gebaut habe.) Aber ich lege keine Schnecken-weg-Fallen oder so aus, um eine Zucchini zu ernten. Das muss ich eventuell auch noch lernen. (Will ich aber nicht.)

Klar, aller Anfang ist schwer und ich habe ja die Chance mich hier nach und nach ins Metier einzuarbeiten. Zum Glück gibt es ja in der Bücherei viele, viele Gartenbücher. Und zur Not kann man sich ja auch kleine Bagger leihen, um hier erstmal einen halben Meter den Boden „auszukoffern“ – so nennt man das wohl. 😉

Ich weiß auch, ich sollte mich nicht ärgern, denn immerhin habe ich einen Garten. Und es ist auch nicht alles schlecht, denn ich konnte in der vergangenen Woche tatsächlich ein paar Exemplare von „Stangenbohne Napoleon“ ernten und etliche Brombeeren. Alles andere scheint erst im Herbst reif sein zu wollen – allem voran die Tomaten. Immerhin sind schön grüne da. Es gibt je Pflanze eine Paprika und auch ein paar niedliche Chilis. Von daher…

Es kann nur besser werden.

Grüne Grüße

Claudi