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28 Nov

Raus aus der Komfortzone?

Stephannie Stewart
by Stephannie Stewart Nov 28, 2018 | Allgemeine Infos, Lebensfragen :), Lifestyle, movenyo, Stephies Welt

Du kennst bestimmt nicht nur einen schlauen Spruch zum Thema Komfortzone. Das ist der Bereich, in dem wir es uns zuweilen gern gemütlich machen. Der verpönte Ort, der uns daran hindert, in die „Magic-Zone“ zu gelangen, wo das Leben erst losgeht und wo es richtig abgehen soll… Dazwischen gibt es noch eine weitere „Problemzone“, die „Panic-Zone“. Will sagen: Oft ist es die Angst vor der Veränderung, die uns daran hindert, Neues und bestenfalls Großartiges in unserem Leben zu vollbringen. Zusammengefasst: Komfortzone = schlecht, Panikzone: schlecht, Magic-Zone: top! 

Ist das so?

Hm, ich kann mit dem Modell durchaus etwas anfangen und aufgrund meiner persönlichen Erfahrungen bestätigen, dass der Weg zu tollen Veränderungen im Grunde IMMER auch (mindestens) eine steinige Passage hat. Genau an dieser Stelle fragt man sich fast immer, was das Ganze soll und schielt wehmütig zurück zum warmen Kuschelplatz in der Comfort-Zone…. Das Blöde ist nur: Es gibt auf diesem Weg so eine Art „Point of no Return“. Also einen Punkt, von dem aus eine Rückkehr in den sicheren Hafen nicht mehr so einfach möglich ist – jedenfalls nicht, ohne das Ziel aufzugeben und die ganze Aktion als gescheitert zu empfinden. Wir wissen das und genau das macht den Aufbruch so schwer. Sind wir also verweichlichte Zauderer, wenn wir unsere Comfort-Zone nicht gern verlassen??

Mir ist das irgendwie zu „schwarz-weiß“. Solche Aussagen sind für mich nicht zwangsläufig motivierend, sondern suggerieren auch: Stillstand ist nicht nur „gefährlich“, sondern auch doof, faul und unsexy! Und wenn du zugibst, ein Komfortzonen-Lover“ zu sein, bist in einer Welt der Selbstoptimierung bestenfalls ein schräger Vogel, schlimmstenfalls oll oder gar resigniert…. Riskier was, sonst bist du langweilig!

Wie immer liegt die Wahrheit doch in der Mitte! 

Ich gehöre zu den Menschen, die schon viele, viele Male die Komfortzone verlassen haben. Durchaus freudig & freiwillig, oft unter Protest, manchmal mit extrem erschöpfendem Widerstand und hin und wieder wurde ich auch regelrecht geschubst. Egal, auf welche Art ich losgegangen bin: Am Ende der Reise stand dabei nicht immer das Paradies, sondern auch oft eine blutige Nase und die Erkenntnis: Das war totaler Mist! Ja, oft ist ein Aufbruch unumgänglich und wichtig und auch die Umwege machen rückblickend eigentlich immer Sinn! Dennoch kann ich auch immer mehr die Vorzüge der Komfortzone sehen und genießen. Sie bedeutet nicht immer zwangsläufig Unbeweglichkeit, sondern kann auch eine wichtige Phase der Regeneration sein.

Wie immer im Leben macht es doch die richtige Mischung. Für mich erfüllt die Zone einen ähnlichen Zweck wie höher gelegene Liegeplätze für Katzen ;). Man liegt dort in sicherer Position, kann den ganzen Raum überblicken und in Ruhe (!) entscheiden, ob oder was zu tun ist. Kann ich dort den Rest meines Lebens verbringen? Nein, wohl eher nicht… Aber ich kann mich dort prima ausruhen und für den nächsten Start in die Panic-Zone rüsten.

Der „Trick“ besteht also wieder einmal darin, mir klar zu machen, wo ich mich befinde und warum. Brauche ich die Ruhe gerade und tut sie mir gut? Super, dann können mich die Panic- und Magic-Zones dieser Welt auch mal eine Weile gern haben. Möchte ich gern etwas ändern, aber trau mich nicht? Oder spüre ich sogar mit jeder Faser meines Körpers, dass jetzt die Zeit gekommen ist und habe „nur“ die Hosen voll? Dann raus da!!!

Und P.S.: Auch, wenn es oft kein Zurück zur alten „Comfort-Zone“ gibt, steht es mir frei, mir in jeder neuen Position im Raum einen neuen kleinen (gern höher gelegenen) Rückzugsort zu schaffen.

In diesem Sinne wünsche ich dir einen schönen Tag in der Zone deiner Wahl :).

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20 Nov

Die Sache mit der Balance…

Stephannie Stewart
by Stephannie Stewart Nov 20, 2018 | Allgemeine Infos, Lebensfragen :), Lifestyle, movenyo, Stephies Welt
Balance klingt super, oder?! Klingt absolut erstrebenswert, klingt ausgeglichen, klingt „angekommen“.

In der Realität ist ein ausbalancierter Zustand allerdings meist nur eine Momentaufnahme – so wie „das Glück“! Alles (das Leben, die Gefühle, die Ernährung, das Glück, das Gewicht) schlägt mal mehr in die eine und mal mehr in die andere Richtung aus. Wenn du Yoga machst, kennst du vielleicht „sthirasukhamasanam“ aus Patanjalis Yoga Sutra: “Asanas sollen gleichermaßen die Qualitäten Stabilität und Leichtigkeit haben.” In der Praxis ist das ein ständiges Justieren. Wenn du fühlst, dass du zu wenig Stabiltät hast, besserst du nach und ehe du dich versiehst, ist es zu viel!

Wenn ich das Bild vom Schwebebalken im Kopf habe, kann ich mich doch bis zu einem bestimmten Winkel noch ganz gut ausbalancieren und trotzdem oben bleiben. Kritisch wird es ja erst, wenn die Schieflage zu groß wird. Dann kann man nur hoffen, dass man auf den Füßen landet oder eine dieser dicken Matten aus dem Sportunterricht parat liegt. 
 
Nun bin ich ein Mensch, der eher zu Extremen neigt (und sich somit manchmal eben zu extrem in die eine oder andere Richtung neigt). Oft habe ich mir schon gewünscht, einfach mal ein paar ruhige Schritte auf dem Schwebebalken zu laufen – mit einem sicheren Gefühl, dass ich es „raus habe“. Mit zunehmendem Alter und den entsprechenden Erfahrungswerten gibt es tatsächlich immer häufiger solche Momente. Momente, in denen ich aufrecht stehe, auf den Horizont blicke, zufrieden durchatme und mit mir im Reinen bin. Aber schon im nächsten Moment kann das Ganze kippen und ich „eiere“ wieder wie „der erste Mensch“ auf dem Balken rum. 
 
Was kann man also tun? Ich habe den Verdacht, dass wir uns zu sehr auf den Zustand der Balance versteifen (nicht auf den Weg, der mich zu diesen Momenten führt). Nein, keine Sorge – ich komme jetzt nicht mit „der Weg ist das Ziel…“ ;). Aber mit einem anderen Zitat:
 
„Das Leben ist wie Fahrrad fahren: Man muss sich vorwärts bewegen, um das Gleichgewicht nicht zu verlieren“?
 
Wir KÖNNEN uns nicht einfach hinsetzen und damit die Stolperer vermeiden, wir müssen weiter gehen. Und damit aufhören, ständig herumzuzappeln, uns auf das konzentrieren, was gerade (wichtig) ist. Wann kommen wir denn naturgemäß ins Schwanken? Wenn wir zu viel nach links und rechts schielen. Wenn wir zu viel wollen, wenn wir beharrlich außerhalb der Stelle verharren, wo eine Balance noch möglich ist und uns weigern, diesen Punkt zu verlassen. Wenn wir unachtsam sind, keinen Fokus haben und unsere Mitte nicht mehr lokalisieren können. Wenn wir zickzackartig von der einen in die andere Richtung rennen – merken, dass das auch nicht funktioniert und dann wieder hektisch in die andere Richtung sprinten. Würden wir langsamer gehen und immer mal wieder nachspüren, wie sich die neue Position anfühlt, würden wir doch auch merken, wann es kritisch wird.

Und natürlich sind auch die Stolperer und Bruchlandungen wichtig. Ohne sie wüssten wir doch gar nicht, wie sich so ein Zustand der Balance überhaupt anfühlt. Es geht auch um Vertrauen. Um Vertrauen zu mir selbst und auch zu anderen, die mich vielleicht (unter)stützen können oder mich sogar auffangen, wenn die große, blaue Matte mal nicht da liegt.

 
Und immer nur ausbalanciert? Das wäre doch auch furchtbar langweilig, oder? 
 
Die Moral von der Geschichte? Wir könnten ja einfach mal akzeptieren, dass das Leben in Bewegung ist und eine Balance nur möglich ist, wenn ich beide Seiten kenne, annehme und feiere. Ohne Yin kein Yang, ohne Licht kein Dunkel, ohne Auf kein Ab. Das Leben (mit allem, was drin ist) schwankt. Kann man doof finden (finde ich auch oft) – ist aber so! Und oft ist es eben auch genau deshalb ganz toll! 

Also genießen wir den Augenblick, legen uns in die nächste Kurve und vertrauen darauf, dass alles gut wird!

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1 Feb

Happy Birthday movenyo!

Stephannie Stewart
by Stephannie Stewart Feb 1, 2018 | Allgemeine Infos, movenyo, Privates, Stephies Welt | , , , ,

Hallo du lieber Mensch! 

 

Ich weiß gar nicht so recht, wie und wo ich anfangen soll…

Heute ist für mich ein wirklich ganz, ganz besonderer und bewegender Tag. Es ist noch so früh am Morgen und dennoch sind mir schon ein paar Tränchen gekommen. Es lebe die Emotionalität :D. 

MOVENYO FEIERT HEUTE 10. GEBURTSTAG! 

10 Jahre! Ich kann es kaum glauben. Irgendwie verging die Zeit wie im Flug und wenn ich genauer darüber nachdenke, WAS in den letzten 10 Jahren meines Lebens so passiert ist. Puh….! Ich kann wirklich aus tiefstem Herzen sagen: movenyo ist meine große Liebe, mein Baby, mein Guru, mein Glück, mein Spielplatz und meine Antreiberin (für mich ist movenyo absolut weiblich – keine Frage ;)). Ich kann es nicht ansatzweise in Worte fassen…! 

WIE ALLES BEGANN…

Ende 2007 entstand mit viel Liebe und Motivation – aber auch sehr, sehr „blauäugig“ – die Idee: Gemeinsam mit Regine Meyer, die ich bei einem meiner Workshops kennenlernte und mit ihr spontan einen Kaffee trinken ging. Wir waren uns sympathisch und haben einfach mal so rumgesponnen….. Einen konkreten Plan hatten wir nicht! Dafür aber keinen Zweifel daran, dass das richtig gut wird!  

Am 01.02.2008 gingen wir an den Start. Mit einem Kursraum (4. Etage) und einer Toilette. Ich mit exakt NULL TeilnehmerInnen, weil ich ein Jahr zuvor meinen Unterricht zugunsten meines Fulltime-Jobs auf Eis gelegt hatte. Das Projekt movenyo nahm Fahrt auf, die Kurse füllten sich und der Arbeitsaufwand stieg. Ein Jahr später war klar: So geht das nicht weiter! Entweder ganz oder gar nicht.  Also habe ich meinen festen und gut bezahlten Job gekündigt und wurde hauptberuflich Frau movenyo. Ab 2011 nach Regines Ausstieg dann schließlich auch komplett eigenverantwortlich. 

Seitdem ist sooo viel passiert. Ich kann manchmal gar nicht glauben, was da entstanden ist und ganz ehrlich: Ich bin jeden einzelnen Tag dankbar!!! Dankbar, dass ich Regine damals getroffen habe. Dass ich den Mut hatte, „einfach mal zu machen“ und zu sehen, wohin mich dieses Abenteuer trägt. Dankbar, dass ich gelernt habe zu vertrauen! Mir selbst, meinen Fähigkeiten und dem Leben generell – auch, wenn es mich in den letzten 10 Jahren auch immer wieder und manchmal ganz schön heftig auf die Probe gestellt hat (und stellt)! 

Und natürlich bin ich allen Menschen dankbar, die zu movenyo in den Unterricht kommen (auch das hat ja viel mit Vertrauen zu tun)! Dankbar für all die wunderbaren und motivierten TrainerInnen, die in den letzten Jahren bei uns waren und sind. Dafür, dass ich mit movenyo einen Raum habe, in dem ich mich absolut und zu 100% ausleben darf. Wo ich so sein darf wie ich bin! Ein riesiges Geschenk. Hach, ich könnte jetzt schreiben und schreiben…. 

♥ DANKE 

Ich möchte dir ganz persönlich danken, dass du ein Teil von movenyo bist! Vielleicht bist du regelmäßig bei uns – vielleicht bist du noch ganz neu oder warst noch nie persönlich hier. Aber du liest jetzt diese Zeilen und damit bist du für mich ein Teil von movenyo. Danke für dein Sein, deine Treue, deine Freundschaft & Wertschätzung, für die kleinen Gespräche zwischen den Kursen, die manchmal richtig persönlich sind. Es bedeutet mir viel, dass du bei uns bist!! Danke! 

Um diesen besonderen Tag mit dir zu feiern, habe ich mir heute etwas überlegt und hoffe, dass ich dir damit eine Freude machen kann. Zum Geburtstag gibt’s schließlich Geschenke! 

►► 10ER-KARTE PLUS DREI! 

In der Zeit vom 01.02.2018 – 04.02.2018 (also bis einschließlich Sonntag) erhältst du beim Kauf einer 10er-Karte drei zusätzliche Stunden geschenkt! In barer Summe ist das ein Geschenk in Höhe von 42,00 €! Die Karte wird automatisch am Kauftag aktiviert und ist dann 6 Monate gültig. Eine Verlängerung über diesen Zeitraum hinaus ist nicht möglich. Du kannst für dich oder für eine/n FreundIn Karten kaufen (maximal 2 pro Person) – sie sind jedoch zeitgleich aktiv und können nach der Aktivierung nicht übertragen werden. 

=> HIER kannst du dir direkt deine Karte/n online kaufen! 

Du kannst die Karten zusätzlich zu deinem Vertrag verwenden oder ganz unabhängig davon. Auch parallel zu anderen Zeitkarten! Du musst nur bitte die Gültigkeiten im Auge behalten (dabei helfen wir dir natürlich). 

►► EIN BESONDERES BONBON FÜR ALLE TEILNEHMERINNEN MIT LANGJÄHRIGEN VERTRÄGEN:

Wenn du seit mindestens 2011 lückenlos bei movenyo Mitglied bist (eventuelle Vertragspausen werden mitgezählt!), schenke ich dir in diesem Jahr einen Workshop mit mir. Du hast die freie Wahl und in den nächsten Tagen gehen noch viele schöne Workshops online. Ich werde alle betreffenden Teilnehmerinnen in der kommenden Woche anschreiben und noch einmal direkt auf dieses Geschenk hinweisen (falls das hier untergeht). Wenn du seit 2011 einen Vertrag hast und nichts von mir hören solltest, sprich mich bitte einfach an.

►► LAST BUT NOT LEAST – NOCH EIN GESCHENK….

Ich habe gerade „RESET“ entwickelt: Ein 7-Tage-Online-Programm, mit dem wir unsere Ernährungsgewohnheiten von „geht so“ oder „schlecht“ zu „gesund & lecker“ umswitchen können. Kein Fasten, kein Kalorien zählen und ich würde jetzt gern sagen „kein Verzicht“ – das wäre aber gelogen ;). 

Wer mich kennt weiß jedoch, dass es Spaß machen darf (und wird!). Und es wird auf keinen Fall gehungert! Es gibt sogar Süßes :D. Ein Best-of aus allem, was ich als lizensierte Ernährungsberaterin & Ernährungstherapeutin gelernt habe. 

Am Montag, 12.02.18 geht’s los. Du erhältst jeden Tag eine Mail von mir mit Rezepten, Inspirationen, Videos, Übungen etc. 

Alles rund um das Thema: Wie kriege ich die Kurve hin zu einer gesunden Ernährung? Es wird eine geheime Facebook-Gruppe zum Austausch geben, die ich dir sehr ans Herz lege – aber es geht auch ohne.  

Das Programm kommt ganz frisch aus meinen kreativen „Untiefen“ 😉 und wird nach Einrichtung des Marketingplans mit Website etc. 49,00 € kosten. Für dich ist es als Jubiläums-Geschenk gratis und du darfst auch gern Freundinnen/Freunde dazu einladen. Und weil immer wieder Fragen kommen: Nein, es ist noch nicht das „neue Bodylove-Programm“ – daran arbeite ich parallel. 

BIST DU DABEI? 

Dann schreibe mir einfach eine Mail an mail(at)movenyo.de mit: „Ich mache mit beim RESET-Programm“ und bitte schicke mir unbedingt deinen Facebook-Namen. Um dich in die geheime Gruppe einfügen zu können, „muss“ ich dir eine Freundschaftsanfrage senden. 

Hach, das wird toll – ich freue mich sehr! Auf dich im Studio und/oder im Workshop, auf das Programm und auf die nächsten 10 Jahre! 

Von Herzen 

 

Deine Stephie

 

►► P.S. Im Zuge des Jubiläums verlose ich unter allen Bewertungen, die bis zum 10.02.18 bei Google und/oder Facebook abgegeben wurden/werden, eine Workshop-Jahres-Flatrate. Wenn du gewinnen solltest, kannst du uneingeschränkt und kostenlos an allen Workshops mit mir teilnehmen, die im Laufe des Jahres angeboten werden. Ohne Wenn und Aber – egal, ob du Mitglied bei uns bist oder nicht :). Das gab’s noch nie!!! 
Die Gewinnerin/den Gewinner ziehe ich am 11.02.2018 und schicke eine Benachrichtigung raus!
5 Apr

Sich voll akzeptieren und trotzdem verändern wollen – geht das?

Stephannie Stewart
by Stephannie Stewart Apr 5, 2017 | Allgemeine Infos, Lebensfragen :), Lifestyle, movenyo, Stephies Welt, Yoga

Diese Frage kam neulich auf, als ich ein neues movenyo-Konzept (unsere „Brautwochen“) bei Facebook gepostet habe:

„PASST SO EINE GEPLANTE KÖRPERLICHE VERÄNDERUNG ZU UNSEREM KONZEPT ‚HAB DICH LIEB – SO WIE DU BIST‘?“

Eine berechtigte Überlegung finde ich und durchaus auch ein immer wieder gefühlter Widerspruch in meinem Bodylove-Programm. Darf man sich verändern wollen (oder „schlimmer“ noch: verbessern), wenn das Ziel mehr Selbstliebe und Selbstakzeptanz ist? Oder anders gefragt: Heißt Selbstliebe nicht konsequenter Weise, dass man sich exakt so annimmt, wie man ist und keine Veränderungen mehr anstrebt? Pfeif für immer auf Spiegel, Waage & Maßband (wenn wir jetzt nur den äußeren Aspekt betrachten)?

Wie siehst du das? Vielleicht hast du jetzt schon eine Antwort im Kopf – vielleicht willst du aber auch ein paar Minuten drüber nachdenken?

Ich habe sehr intensiv darüber nachgedacht und mich gefragt:

„WAS BEDEUTET SELBSTLIEBE IN DIESEM ZUSAMMENHANG FÜR MICH?“

In einem Satz lässt sich das nicht so einfach sagen. Eher in einem Bildnis: Wenn ich einen Menschen liebe, dann bin ich ja nicht automatisch blind gegenüber (körperlichen) Veränderungen. Natürlich sehe ich, was der Zahn der Zeit im Gepäck hat: Hier und da ein Fältchen, mehr oder weniger Körperfettanteil, mehr Haarwuchs an den einen und weniger an der anderen Stelle ;)). Ist halt so…!

Die Frage ist doch: Liebe ich diesen Menschen darum weniger? Nein, natürlich nicht! Liebe macht nicht blind, sie arbeitet eher mit einem liebevollen Weichzeichner. Schönheit ist was Feines, auch wenn sie am Ende natürlich im Auge des Betrachters liegt – aber so richtig tiefe Liebe darf in meinem Verständnis nicht mit äußerlichen Veränderungen stehen oder fallen. Oder? Würde ich von meinem Lieblingsmenschen verlangen, dass er sich (für mich) „optimiert“? Ein klares Nein von mir! Wir können auch noch weitergehen: Würde ich ihn von einer selbst gewünschten Veränderung abhalten, wenn er dann zufriedener und glücklicher wäre?

Ich gebe zu, es wird tricky!

Für mich heißt ein liebevoller Umgang mit mir, dass ich bei einem Blick in den Spiegel zu mir sagen kann: „Hey, Stephie! Ja, deine Schenkel waren schon mal fester! Hier und da ist die eine oder andere Falte dazu gekommen. Ja, das sehe ich! Aber ich liebe dich – ohne Wenn und Aber!“ Und vielleicht noch als Bonbon ein P.S.: „Toller Hintern!“

Um aber mal auf die Schenkel zurückzukommen: Darf ich sie im Zuge der Selbstliebe dann nicht trockenbürsten, cremen und Sport machen? Müsste ich dann nicht auch konsequenter Weise aufhören, meine Haare zu tönen oder meine Beine zu rasieren? Was ist mit Nagellack oder einem Blümchenkleid?

ICH FINDE, SPAß AM “ SICH SCHÖNMACHEN“ HABEN IST EIN WUNDERVOLLER AKT DER SELBSTLIEBE!

Die Frage ist für mich nicht, ob ich etwas verändern möchte sondern mit welcher inneren Haltung ich diese Veränderung plane. Ist es mein Wunsch oder geht es um Druck von außen? Der lässt sich natürlich nicht so leicht messen (ich sage nur „Erziehung, Medien etc.“). Ist bedingungslose (Selbst)Liebe überhaupt möglich?

IM UMKEHRSCHLUSS BRAUCHE ICH EIN GEWISSES MAß AN SELBSTLIEBE, UM MICH ÜBERHAUPT VERÄNDERN ZU KÖNNEN! 

Und genau hier setzt zum Beispiel das Bodylove-Programm an, in dem es sehr intensiv um das Thema Zielsetzung (Veränderungswünsche!) geht. Denn ich bin mir sicher: Nur, wenn ich den Ist-Zustand so akzeptiere wie er jetzt ist, kann eine Veränderung stattfinden.  Im Programm ist das Thema „Selbstliebe“ natürlich viel weiter beziehungsweise tiefer gefasst. Der innere Aspekt und der Umgang mit unseren Gedanken, Gefühlen, Glaubenssätzen spielt eine zentrale Rolle (siehe auch meinen Nachtrag unten dazu).

Auf unserer Website steht:

KOMM WIE DU BIST, MIT DEM WAS DU HAST UND MACH WAS DU KANNST!

Macht so ein „Spruch“ Sinn in einem Studio für Tanz, Bewegung und (ja!) Fitness?? Na klar! Denn was wir damit sagen wollen ist: Du musst nicht beweglich sein, um Yoga machen zu können. Du brauchst keine stählernen Bauchmuskel für Pilates oder lange Beine für den Tanz. Wir kämen niemals auf die Idee, dir Vorschriften zu machen oder dich in eine Schablone zu pressen! Nicht im Sinne von „Passe in Schublade XY, sonst kannst du leider bei uns nicht tanzen & sporteln!“, aber auch nicht: „Bleib gefälligst für immer so, wie du jetzt bist!“

DAS ZAUBERWORT HEIßT SELBSTBESTIMMTHEIT!

Wenn du dir eine Veränderung wünschst und wir dir dabei helfen können, tun wir das super gern! Egal, ob du straffere Schenkel willst, schlanker oder kurviger sein möchtest oder deinen Ist-Zustand umarmen willst. Wir finden dich wunderbar! So, wie du bist und möchten, dass du glücklich bist und eine gute Zeit bei uns hast. Nein, quatsch – nicht nur bei uns, sondern immer und überall!

Ich brenne darauf zu hören, wie du das Thema siehst – lass es mich gern wissen! 

P.S. In diesem Artikel geht es zunächst um den äußeren, körperlichen Aspekt, weil die Fragestellung (Stichwort Brautwochen) darauf abzielte. Wenn wir von Selbstliebe sprechen, geht es natürlich um viel mehr: Um das vollständige Annehmen aller Aspekte (außen UND innen). Also auch unserer Wesenszüge. Ich finde da den Weg des Yoga sehr schlau: Vom Körper zum Geist, von außen nach innen, vom Groben zum Feinen! Weil die berechtigte Frage aufkam: Im Bodylove-Programm gehen wir diesen Weg genauso, auch wenn „Body“ darauf schließen lassen könnte, dass es nur um den Körper geht. Im Programm geht der Weg sehr intensiv nach innen, denn neben den äußerlichen Aspekten Bewegung und Ernährung beschäftigen wir uns sehr intensiv mit dem Thema „Wer bin ich? Wie ticke ich?“ und lernen verschiedene Meditationstechniken dazu.

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28 Mrz

Umarme dein „inneres Unkraut“!

Stephannie Stewart
by Stephannie Stewart Mrz 28, 2017 | Allgemeine Infos, Lebensfragen :), Lifestyle, movenyo, Stephies Welt, Yoga

Wusstest du, dass heute der offizielle „Tag des Unkrauts“ ist? Soeben habe ich das entdeckt und bin verzückt!

Wenn ich an Unkraut denke, kommen mir immer unwillkürlich die Kleśha aus Patanjalis Yogasutra in den Sinn.

Kleśhas sind die „leidvollen Dränger“ oder „Verunreinigungen des Geistes“, die uns das Leben schwer machen. Im Idealfall setzen wir uns damit auseinander und lernen, mit ihnen umgehen.

Patanjali vergleicht die Kleśhas mit Unkraut in deinem Garten:

ES MAG MANCHMAL LÄSTIG SEIN, ABER ES GEHÖRT EINFACH DAZU!

Du willst frei davon sein? Das vergiss mal ganz schnell und entspann dich – das ist nicht möglich! Ohne geht es nicht! Das mag jetzt knallhart und auch resignierend klingen. Ist es aber bei genauer Betrachtung gar nicht. Im Gegenteil: Es ist total beruhigend und nimmt jede Menge unnötigen Stress raus…!

Macht es Sinn, Gartenpflege zu betreiben und hier und da etwas zu zupfen und zu stutzen? Na klar – aber rupf die Pflänzchen nicht einfach aus, sondern schau sie dir in Ruhe an.

Ziel muss und darf also nicht sein, das Unkraut/die Kleśhas ganz loszuwerden. Sie sind ein wichtiger Teil des Gesamt-Ökosystems „Garten/Mensch“! Wir sollten aber durchaus anstreben, uns nicht davon beherrschen zu lassen (wir wollen ja auch mal schön im Garten sitzen :)).

3 x DARFST DU RATEN, WAS PATANALI ALS „GARTENARBEIT“ EMPFIEHLT: RICHTIG YOGA!

Es gibt aber auch noch andere Strategien von ihm (dazu vielleicht an anderer Stelle mal mehr). Hier eine kurze Beschreibung der einzelnen Kleśhas. Vermutlich zuckst du bei dem einen oder anderen gleich zusammen und denkst: Au weia – DAS bin definitiv ich ;). Aber zur Beruhigung: Es sind immer alle Kleśhas in jedem von uns am Werk – meist hat aber mindestens eines „den Hut auf“ und dominiert.

AVIDYA (UNWISSENHEIT)

Der Nährboden/die Mutter aller übrigen Kleśhas und ein Ausdruck für Unwohlsein.

ASMITA (IDENTIFIZIERUNG MIT DEM EGO)

Das übermächtige Ego. Man nimmt sich selbst zu wichtig. Hochmut, Stolz, zu viel Ehrgeiz.

RAGA (VERLANGEN)

Raga verlangt immer mehr und mehr (Gier, Sucht, „getrieben sein“, aber auch Neid).

DVESHA (ABNEIGUNG)

Man könnte sagen: Das Gegenteil von Raga. Unbegründete Abneigung in Verbindung mit Angst. Oft an frühere  Erfahrungen geknüpft und somit  eine Art Überzeugung von einer falschen Wahrheit.

ABHINIVESHA (WURZEL DER ANGST)

Alle Formen von Angst und Furcht: Unsicherheit, Zweifel, Panik, Existenzängste, Angst vor der Zukunft, vor Krankheiten, vor allem die Angst vor dem Tod. Kampf gegen Veränderungen. Dieses Kleśha ist sehr mächtig.

Das mag auf den ersten Blick alles negativ wirken. Und dennoch verbergen sich dahinter auch positive Aspekte: Raga (Neid & Gier) klingt beispielsweise erst einmal nicht so schön. Aber Neid kann ein großer Motivator sein, Dinge zu verändern. Und Gier zeigt ja durchaus die Fähigkeit, sich für etwas zu begeistern. Wie immer macht es die Dosis und das, was wir daraus zaubern…

In diesem Sinne mein Wort zum Welt-Unkraut-Tag: Umarme dein inneres Unkraut! Und:

„WENN DIR DAS LEBEN GIRSCH GIBT, MACH DOCH EINFACH MAL EINEN LECKEREN SALAT DARAUS!“

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12 Aug

Scannst du schon?

Stephannie Stewart
by Stephannie Stewart Aug 12, 2016 | Allgemeine Infos, Lifestyle, movenyo, Stephies Welt

Hast du schon von dem „neuesten Phänomen der Scanner“ gehört? Nein, nein – nicht die Teile mit denen man Dokumente in den Computer zaubert ;).

GEMEINT SIND MENSCHEN, DIE ÜBER SOGENANNTE MULTITALENTE VERFÜGEN.

Im Grunde sind sie damit das Gegenteil eines Experten, der sich meist auf eine Sache spezialisiert hat. Fragt man Google, landet man auf Seiten, die Scanner als hochbegabt bezeichnen. Klingt im ersten Moment durchaus sexy und Experte dagegen fast schon verstaubt und langweilig. Aber Vorsicht: Nicht jeder Mensch, der sprunghaftes Verhalten zeigt und Schwierigkeiten hat, sich festzulegen, ist gleich ein Scanner. Und es hat viel für sich, wenn man alles auf eine Sache fokussieren und konzentrieren kann. Da gibt es kein gut und schlecht, kein funky und bäh. Wir ticken nun mal nicht alle gleich! Lasst uns doch mal aufhören, darüber zu meckern. Wenn jeder von uns das ganz eigene Päckchen in seiner Schönheit und Leuchtkraft sehen könnte – wow, das wär was! Aber zurück zum Thema :).

Ich war ehrlich gesagt total beruhigt, als ich das erste Mal von den sogenannten Scannern gelesen habe (wobei es ja irgendwie auch witzig ist, dass wir wieder einmal eine Schublade brauchen, oder?). Schon als Kind hatte ich großen Spaß daran, die unterschiedlichsten Dinge auszuprobieren. Volleyball und klassisches Ballett passten für mich super zusammen – beides habe ich mit Hingabe jahrelang trainiert. Aber es gab auch kurze Phasen des Do-it-yourself-Blockflöten-Unterrichts, einer Mitgliedschaft im Tischtennisverein und der Besitz eines Briefmarkensammel-Einsteigersets…. Ich bin auch wochenlang mit meiner Schwester zum Reiterhof geradelt, weil alle Mädels Pferde toll fanden. Alles Dinge, die es definitiv nicht in die Stephie-Talent-Kiste geschafft haben. Ausprobieren war okay, aber  sie haben mein Herz nicht zum Hüpfen gebracht und genau das ist der Punkt.

Bei Kindern finden wir es normal und schön, wenn sie sich ausprobieren und immer neu erfinden. Da sagt man nicht: „Oh, beim Klavierunterricht bist du gescheitert!“. Sind wir als Erwachsene so unterwegs, ernten wir weniger Verständnis und gelten als sprunghaft. Außer man heißt Madonna oder Lady Gaga :).

Ähnlich wie bei der ganzen Multitasking-Diskussion ist es natürlich schwierig, mehrere Interessensbälle gleichzeitig in der Luft zu jonglieren. Da geht schnell mal der Fokus flöten und wenn dann keine Grundkompetenz auf den einzelnen Gebieten vorhanden ist, fliegt einem das Zeug um die Ohren. Und die Kompetenz kommt ja erst, wenn sich nach dem Ausprobieren herausgestellt hat: Ja – das ist es! Zumindest jetzt in diesem Moment.

Seit ich selbständig bin, werde ich oft gefragt, warum das movenyo-Angebot so breit und bauchladenmäßig (!) gefächert ist…

„HAST DU NUN EINE TANZSCHULE, EIN PILATESSTUDIO ODER EINE YOGASCHULE?“

Und wieso im Himmel bietest du so viele Workshops und Kurse selbst an? Aus Kostengründen? Aus Egogründen?

Nö, weil ich es kann! Puh, da haut mir innerlich gleich meine Oma mit einem Poesie-Album-Spruch auf die Finger: „Sei wie das Veilchen im Moose – bescheiden, sittsam und rein…!“

Aha, da kommt die nächste Frage: Ist das denn überhaupt möglich? Kann man – nee, DARF man – auf so vielen Gebieten „gleich gut“ sein? Muss dann nicht zwangsläufig irgendwas schwächeln? Und überhaupt: „Sexy Moves“ und „Meditation“ unter einem Dach?!

Mittlerweile sehe ich das ganz gelassen und kann entspannt sagen: „Ich biete ausschließlich das an, was mir wichtig ist und was ich gut kann!“ Nicht mehr und nicht weniger :). Punkt! In den letzten Jahren habe ich viele, viele, viele Ausbildungen gemacht. Einige haben mich richtig voran gebracht, andere nicht die Bohne. Aber alles in allem haben sich meine Interessen zu einem großen, bunten Teppich verwoben, der einen starken, roten Faden hat: MICH und meine Idee von Bewegung! Bewegung im Körper und Bewegung im Geist. Ich habe das große Glück, dass ich in meinem Job viel ausprobieren und verbinden kann. Auch Dinge, die vielleicht auf den ersten Blick nicht zusammenpassen. Für mich und für meine TeilnehmerInnen passt es perfekt. So what?! 🙂

Ich glaube, dass in uns allen eine Fülle an Talenten schlummert!! Wir müssen ja nicht alle gleichzeitig finden und pflegen. Manche entdecken wir nur durch Zufall oder über Umwege, andere niemals. Es braucht im Grunde „nur“ ein bisschen Mut, die Bereitschaft auch mal zu „scheitern“, die Löschtaste für alle Glaubenssätze unserer Eltern („Stephie kann nicht singen!“ ;)) und den festen Glauben an sich selbst. Ideal ist dann noch ein Spielplatz – also ein Gebiet, auf dem du dich austoben kannst oder vielleicht auch erst einmal ein Blatt Papier ;).

Und immer schön nach innen horchen. Wenn das Herz hüpft, bist du auf dem richtigen Weg ♥. Nur, weil du dein/e Talent/e noch nicht gefunden hast (oder gerade keine Lust hast, es/sie zu finden), heißt das nicht, dass du kein Talent hast!

 

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