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12 Aug
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Scannst du schon?

Aug 12, 2016 0 1161

Hast du schon von dem „neuesten Phänomen der Scanner“ gehört? Nein, nein – nicht die Teile mit denen man Dokumente in den Computer zaubert ;).

GEMEINT SIND MENSCHEN, DIE ÜBER SOGENANNTE MULTITALENTE VERFÜGEN.

Im Grunde sind sie damit das Gegenteil eines Experten, der sich meist auf eine Sache spezialisiert hat. Fragt man Google, landet man auf Seiten, die Scanner als hochbegabt bezeichnen. Klingt im ersten Moment durchaus sexy und Experte dagegen fast schon verstaubt und langweilig. Aber Vorsicht: Nicht jeder Mensch, der sprunghaftes Verhalten zeigt und Schwierigkeiten hat, sich festzulegen, ist gleich ein Scanner. Und es hat viel für sich, wenn man alles auf eine Sache fokussieren und konzentrieren kann. Da gibt es kein gut und schlecht, kein funky und bäh. Wir ticken nun mal nicht alle gleich! Lasst uns doch mal aufhören, darüber zu meckern. Wenn jeder von uns das ganz eigene Päckchen in seiner Schönheit und Leuchtkraft sehen könnte – wow, das wär was! Aber zurück zum Thema :).

Ich war ehrlich gesagt total beruhigt, als ich das erste Mal von den sogenannten Scannern gelesen habe (wobei es ja irgendwie auch witzig ist, dass wir wieder einmal eine Schublade brauchen, oder?). Schon als Kind hatte ich großen Spaß daran, die unterschiedlichsten Dinge auszuprobieren. Volleyball und klassisches Ballett passten für mich super zusammen – beides habe ich mit Hingabe jahrelang trainiert. Aber es gab auch kurze Phasen des Do-it-yourself-Blockflöten-Unterrichts, einer Mitgliedschaft im Tischtennisverein und der Besitz eines Briefmarkensammel-Einsteigersets…. Ich bin auch wochenlang mit meiner Schwester zum Reiterhof geradelt, weil alle Mädels Pferde toll fanden. Alles Dinge, die es definitiv nicht in die Stephie-Talent-Kiste geschafft haben. Ausprobieren war okay, aber  sie haben mein Herz nicht zum Hüpfen gebracht und genau das ist der Punkt.

Bei Kindern finden wir es normal und schön, wenn sie sich ausprobieren und immer neu erfinden. Da sagt man nicht: „Oh, beim Klavierunterricht bist du gescheitert!“. Sind wir als Erwachsene so unterwegs, ernten wir weniger Verständnis und gelten als sprunghaft. Außer man heißt Madonna oder Lady Gaga :).

Ähnlich wie bei der ganzen Multitasking-Diskussion ist es natürlich schwierig, mehrere Interessensbälle gleichzeitig in der Luft zu jonglieren. Da geht schnell mal der Fokus flöten und wenn dann keine Grundkompetenz auf den einzelnen Gebieten vorhanden ist, fliegt einem das Zeug um die Ohren. Und die Kompetenz kommt ja erst, wenn sich nach dem Ausprobieren herausgestellt hat: Ja – das ist es! Zumindest jetzt in diesem Moment.

Seit ich selbständig bin, werde ich oft gefragt, warum das movenyo-Angebot so breit und bauchladenmäßig (!) gefächert ist…

„HAST DU NUN EINE TANZSCHULE, EIN PILATESSTUDIO ODER EINE YOGASCHULE?“

Und wieso im Himmel bietest du so viele Workshops und Kurse selbst an? Aus Kostengründen? Aus Egogründen?

Nö, weil ich es kann! Puh, da haut mir innerlich gleich meine Oma mit einem Poesie-Album-Spruch auf die Finger: „Sei wie das Veilchen im Moose – bescheiden, sittsam und rein…!“

Aha, da kommt die nächste Frage: Ist das denn überhaupt möglich? Kann man – nee, DARF man – auf so vielen Gebieten „gleich gut“ sein? Muss dann nicht zwangsläufig irgendwas schwächeln? Und überhaupt: „Sexy Moves“ und „Meditation“ unter einem Dach?!

Mittlerweile sehe ich das ganz gelassen und kann entspannt sagen: „Ich biete ausschließlich das an, was mir wichtig ist und was ich gut kann!“ Nicht mehr und nicht weniger :). Punkt! In den letzten Jahren habe ich viele, viele, viele Ausbildungen gemacht. Einige haben mich richtig voran gebracht, andere nicht die Bohne. Aber alles in allem haben sich meine Interessen zu einem großen, bunten Teppich verwoben, der einen starken, roten Faden hat: MICH und meine Idee von Bewegung! Bewegung im Körper und Bewegung im Geist. Ich habe das große Glück, dass ich in meinem Job viel ausprobieren und verbinden kann. Auch Dinge, die vielleicht auf den ersten Blick nicht zusammenpassen. Für mich und für meine TeilnehmerInnen passt es perfekt. So what?! 🙂

Ich glaube, dass in uns allen eine Fülle an Talenten schlummert!! Wir müssen ja nicht alle gleichzeitig finden und pflegen. Manche entdecken wir nur durch Zufall oder über Umwege, andere niemals. Es braucht im Grunde „nur“ ein bisschen Mut, die Bereitschaft auch mal zu „scheitern“, die Löschtaste für alle Glaubenssätze unserer Eltern („Stephie kann nicht singen!“ ;)) und den festen Glauben an sich selbst. Ideal ist dann noch ein Spielplatz – also ein Gebiet, auf dem du dich austoben kannst oder vielleicht auch erst einmal ein Blatt Papier ;).

Und immer schön nach innen horchen. Wenn das Herz hüpft, bist du auf dem richtigen Weg ♥. Nur, weil du dein/e Talent/e noch nicht gefunden hast (oder gerade keine Lust hast, es/sie zu finden), heißt das nicht, dass du kein Talent hast!

 

Image via Pinterest

 

 

Stephannie Stewart

Gründerin & Inhaberin von movenyo (aka Mrs. movenyo :)) Und sonst so? Dancer, Yogini, Pilatina, Bellyrina, Foodlover & Foodcoach, Musicnerd & Spiritjunky.

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